Über die Cranio-Sacral-Therapie bei Säuglingen

... entspannter, zufriedener und glücklicher

von Sabine Krüger

Im Mai 2000 kam unsere Tochter Zoe Celina zur Welt. Es war eine Spontangeburt ohne jegliche Schwierigkeiten, unsere Freude über den Ankömmling war groß. Sie zeigte keinerlei physische Auffälligkeiten, äußerte jedoch ständiges Unbehagen durch lautes anhaltendes Schreien. Sie war - wenn überhaupt - nur schwer zu beruhigen. Weder der Kinderarzt, noch die nachsorgende Hebamme wußten Abhilfe, Koliken und Anpassungsschwierigkeiten wurden diskutiert. Letztendlich wurde es als "naturgegebenes" Problem betrachtet, welches sich nach einigen Monaten von selbst auflösen sollte. Sie schrie im Kinderwagen, sie schrie auf dem Arm, sie schrie in der Badewanne.

baby

Nun ist es als junges Elternpaar nicht immer gerade leicht, mit solchen Situationen umzugehen. Die sicher wohlgemeinten Ratschläge von Angehörigen oder die sich nach uns umdrehenden Köpfe beim Spazierengehen, taten ein Übriges zum psychischen Druck, wenn sie gerade mal wieder schrie. Die Kleine tat uns furchtbar leid, die Situation konnte dem Baby nicht zuträglich sein und zehrte auch zu sehr an unserer Kraft und unseren Nerven. Wir suchten nach alternativen Möglichkeiten dem Problem zu begegnen und stellten sie zur Cranio-Sacralen-Therapie vor.

Während der Behandlung schrie sie fast die gesamte Zeit ...

Sie war damals ca. 3 Monate und für eine solche Behandlung noch recht klein. Während der Behandlung schrie sie fast die gesamte Zeit, das war nichts außergewöhliches. Mehrere Therapeuten legten die Hände auf den kleinen Körper, der sich nun in verschiedene Positionen bewegte. Die Therapeuten fanden auch jene Stellen, die ihr sicheres Unbehagen verursachten.

Zum Ende der ersten Behandlung lag sie zusammengerollt und erschöpft in einer prenatalen Stellung. Dankbar nahm sie anschließend einen Schluck Brustmilch und fiel in tiefen Schlaf. Von dieser Stunde an veränderte sich ihr Verhalten schlagartig. Das scheinbar unbegründete Schreien hörte fast völlig auf, natürlich äußert sie Ihre Bedürfnisse nach Zuwendung, Zärtlichkeit oder Nahrung immer noch lautstark, doch Zoe scheint nun wesentlich entspannter, zufriedener und glücklicher zu sein. Nach einigen Wochen erhielt sie eine zweite Behandlung, die sie viel relaxter erlebte. Die Probleme traten bis zum heutigen Tag nie wieder auf. Wir sind sehr froh und beeindruckt über den Erfolg der Cranio-Sacralen-Therapie.

Text: Große Wunder an kleinen Patienten von S. Krüger