Definition: Die Manuelle Medizin definiert sich als die Lehre von Diagnostik und Therapie der Funktionskrankheiten des Bewegungssystems.
Grundlagen der Manuellen Therapie entstanden bereits vor einigen tausend Jahren und haben sich fortwährend weiterentwickelt. So werden unter diesem Begriff die verschiedenen Schulen verstanden:
- Die Orthopädisch manuelle Therapie (OMT) von Kaltenborn und Evjenth
- Die Bandscheibendiagnostik und -therapie nach McKenzie
- Die Manipulativmassage nach Terrier
- Die Osteopathie nach Mitchell
- Die Orthopädische Medizin und manuelle Therapie nach Cyriax
Laut FIMM-Glossar (Féderation Internationale de Médicine Manuelle) befasst sich die Manuelle Medizin im Rahmen der üblichen diagnostischen und therapeutischen Verfahren mit reversiblen Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungssystem. Sie benutzt dazu manuelle diagnostische und therapeutische Techniken, die an der Wirbelsäule und an den Extremitäten zur Auffindung und Behandlung dieser Störungen dienen.
Damit schließt die Manuelle Medizin eine Lücke in der klinischen Untersuchung des muskuloskelettalen Systems. Sie prüft stets unter der Prämisse einer Funktionseinheit von Muskulatur und Gelenk die Normalfunktion, um Fehlfunktion zu finden
Texte: Gutenbrunner und Weimann
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